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Preise & Entscheidung · 18 Min. Lesezeit

Webseite selbst erstellen oder erstellen lassen? Der ehrliche Vergleich

Symbolbild: Hand greift nach einem Winkel an der Werkzeugwand einer Werkstatt

Das Wichtigste in Kürze

  • In reinem Geld ist der Baukasten fast immer günstiger: Jimdo kostet für Betriebe 20 bis 50 € im Monat, Wix regulär rund 17 bis 40 € (Listenpreise der Anbieter, Stand 23. September 2026, inkl. MwSt.). Über drei Jahre sind das etwa 600 bis 1.800 € — ohne die eigene Arbeitszeit.
  • Die eigene Arbeitszeit ist der Posten, der in jeder Baukasten-Rechnung fehlt: 20 bis 60 Stunden für eine erste brauchbare Betriebs-Webseite sind realistisch. Wer seine Stunde mit 60 € ansetzt, baut für 1.200 bis 3.600 € Eigenleistung — plus die laufende Pflege.
  • Zum Vergleich der Festpreis-Weg: Bei der KM Digitalagentur kostet ein Onepager einmalig 1.390 € netto inklusive aller Texte, danach 19 € im Monat Hosting. Über drei Jahre 2.074 € netto (B2B) — mit null Stunden Eigenbau.
  • Ob eine Webseite Anfragen bringt, entscheidet nicht das Werkzeug, sondern die Arbeit dahinter: Texte, die Kundenfragen beantworten, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und Fakten, die auch KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Gemini zitieren können. Diese Arbeit macht beim Baukasten Sie — oder niemand.

Ob Sie Ihre Webseite selbst erstellen oder erstellen lassen sollten, entscheidet sich an drei Fragen: Was ist Ihre Arbeitsstunde wert, wie gut soll das Ergebnis werden, und wer pflegt die Seite in den nächsten drei Jahren? Ein Baukasten wie Wix oder Jimdo ist in reinem Geld fast immer günstiger — über drei Jahre etwa 600 bis 1.800 € statt 2.000 bis 3.800 € beim Profi. Dafür stecken Sie 20 bis 60 Stunden eigene Arbeit hinein, und die Aufgaben, die über Anfragen entscheiden, bleiben dauerhaft bei Ihnen. Dieser Ratgeber rechnet beide Wege ehrlich durch, mit den Listenpreisen der Anbieter vom 23. September 2026 — und sagt auch, wann der Baukasten die richtige Wahl ist.

Vorab eine Begriffsklärung, damit wir über dasselbe reden. Baukasten (englisch Website-Builder) heißt: Sie mieten bei einem Anbieter wie Wix, Jimdo, IONOS oder Squarespace ein Werkzeug samt Speicherplatz und bauen die Seite selbst aus Vorlagen zusammen — ohne Programmierung, gegen eine Monatsgebühr. Erstellen lassen heißt: Ein Freelancer oder eine Agentur baut die Seite für Sie; was das je nach Anbieter kostet, haben wir im Kosten-Ratgeber aufgeschlüsselt. Hier geht es um die Entscheidung davor: selbst machen oder machen lassen?

Was heißt »selbst erstellen« wirklich?

Selbst erstellen heißt nicht »Vorlage auswählen und Texte einsetzen« — das ist nur der sichtbarste Teil. Eine Betriebs-Webseite, die Anfragen bringen soll, besteht aus acht Arbeitspaketen, und der Baukasten nimmt Ihnen davon genau eines ab:

  1. Struktur festlegen. Welche Seiten braucht der Betrieb, was gehört auf die Startseite, wohin führt der Weg zur Anfrage? Das ist Konzeptarbeit, keine Technik.
  2. Texte schreiben. Der größte Posten. Leistungen, Preise oder Preislogik, der Unterschied zum Wettbewerb, Antworten auf die Fragen, die Kunden wirklich stellen. Aus Sicht des Kunden geschrieben, nicht aus Sicht des Betriebs.
  3. Fotos beschaffen. Echte Fotos aus dem Betrieb schlagen jedes Stockfoto. Sie müssen gemacht, ausgewählt und zugeschnitten werden — und für gekaufte Bilder brauchen Sie die Lizenz auf Ihren Namen.
  4. Design zusammensetzen. Das übernimmt der Baukasten mit seinen Vorlagen. Dieses eine Paket ist sein Kerngeschäft, und das macht er ordentlich.
  5. Rechtstexte erstellen. Impressum und Datenschutzerklärung sind Pflicht und abmahnbar, wenn sie fehlen oder veraltet sind. Bei Jimdo stecken abmahnsichere Rechtstexte erst im Tarif Grow Legal für 29 € im Monat; bei Wix sind sie als Zusatz gekennzeichnet, der im ersten Jahr kostenlos ist. Die acht DSGVO-Prüfpunkte gelten für Baukasten-Seiten genauso.
  6. Sichtbarkeit aufbauen. Seitentitel, Beschreibungen, Ortsbezug, das Google-Unternehmensprofil verknüpfen. Der Baukasten stellt die Felder bereit — ausfüllen müssen Sie sie, und wissen, was hineingehört.
  7. Prüfen. Mobil-Ansicht, Ladezeit, jedes Formular, jede Telefonnummer. Auf dem eigenen Handy und auf einem fremden.
  8. Pflegen. Öffnungszeiten, Leistungen, Preise, neue Fotos, Bewertungen beantworten. Nicht einmal, sondern immer wieder — eine Webseite, die drei Jahre niemand angefasst hat, sieht man ihr an, und Google auch.

Der Baukasten übernimmt das Design. Die sieben anderen Arbeitspakete bleiben bei Ihnen.

Was kostet ein Baukasten wirklich?

Ein brauchbarer Baukasten-Tarif für einen Betrieb kostet 12 bis 50 € im Monat — entscheidend ist aber, welcher Tarif wirklich reicht und welche Posten später dazukommen. Die Zahlen unten sind die Listenpreise von Jimdo und Wix vom 23. September 2026, jeweils bei jährlicher Zahlweise und inklusive Mehrwertsteuer (Baukästen richten sich auch an Privatleute und zeigen Bruttopreise; als Unternehmer mit Vorsteuerabzug rechnen Sie knapp 16 Prozent herunter).

Jimdo staffelt so: Start für 12 € im Monat (10 Unterseiten, eine E-Mail-Weiterleitung), Grow für 20 € (50 Unterseiten, Statistik, erweiterte Suchmaschinen-Einstellungen), Grow Legal für 29 € (dazu abmahnsichere Rechtstexte) und Unlimited für 50 €. Der kostenlose Tarif ist für einen Betrieb keine Option: fünf Unterseiten, Jimdo-Werbung auf der Seite und statt einer eigenen Domain nur eine Adresse nach dem Muster ihr-name.jimdosite.com.

Wix verlangt regulär 16,66 € im Monat für Light (2 GB Speicher), 29,75 € für Core und 40,46 € für Business — beworben wird oft ein 50-Prozent-Aktionspreis, der reguläre Preis steht daneben und ist die ehrliche Rechengrundlage. Alle Zahlen gelten fürs Jahresabo, das im Voraus bezahlt wird; monatliche Zahlweise kostet mehr.

Dazu kommen vier Posten, die auf den Preisseiten kleiner gedruckt sind:

  • Die Domain kostet nur im ersten Jahr nichts. Beide Anbieter legen die eigene Domain fürs erste Vertragsjahr bei (»Gratis-Domain für 1 Jahr« bei Wix, »kostenlose Domain für die erste Vertragslaufzeit« bei Jimdo). Danach zahlen Sie die Verlängerung extra.
  • Ein E-Mail-Postfach ist nicht dabei. info@ihre-firma.de als echtes Postfach gibt es bei beiden nur als Zusatzprodukt gegen Aufpreis; Jimdo Start enthält lediglich eine Weiterleitung. Wer weiter über eine Gmail- oder T-Online-Adresse schreibt, verschenkt den seriösesten Teil der eigenen Domain.
  • Rechtstexte kosten laufend. Abmahnsichere, gepflegte Rechtstexte stecken bei Jimdo im 29-€-Tarif, bei Wix im Zusatz nach dem Gratisjahr. Wer sie stattdessen einmalig vom Anwalt holt, zahlt dort.
  • Der Aktionspreis endet. Verlängert wird zum regulären Preis. Rechnen Sie Angebote immer mit der Zahl ohne Rabatt.

Realistisch landet ein Betrieb also bei 20 bis 30 € im Monat (Jimdo Grow oder Grow Legal, Wix Core) — über drei Jahre 720 bis 1.080 €, plus Domain-Verlängerung und Postfach. Das ist der Geldpreis. Der eigentliche Preis steht im nächsten Abschnitt.

Wie viel Zeit kostet es, eine Webseite selbst zu erstellen?

Für eine erste brauchbare Betriebs-Webseite aus dem Baukasten sind 20 bis 60 Stunden realistisch — verteilt über mehrere Wochen. Die Spanne hängt weniger vom Werkzeug ab als von den Inhalten: Wer Texte und Fotos fertig hat und nur zusammensetzt, kommt ans untere Ende. Wer bei null anfängt, sich in den Editor einarbeitet, Texte dreimal umschreibt und die Rechtstexte recherchiert, liegt schnell darüber. Dazu kommt die Pflege: Jede Änderung an Öffnungszeiten, Preisen oder Leistungen macht wieder Sie.

Diese Stunden sind nicht kostenlos, auch wenn keine Rechnung kommt. Setzen Sie Ihre Stunde an, wie Sie sie Ihren Kunden berechnen — oder was Ihnen eine Stunde Feierabend wert ist. Bei 60 € pro Stunde stehen hinter 20 bis 60 Stunden 1.200 bis 3.600 € Eigenleistung. Bei einem Meisterbetrieb mit 90 € auf der Rechnung entsprechend mehr. Damit dreht sich die Rechnung: Der »kostenlose« Weg ist der teuerste Posten der ganzen Kalkulation.

Ein Baukasten spart Geld und kostet Zeit. Ob das ein guter Tausch ist, entscheidet Ihr Stundensatz.

Und es gibt einen zweiten, leiseren Zeitposten: die Seite, die nie fertig wird. Fast jeder kennt einen Betrieb, dessen Baukasten-Seite seit zwei Jahren »im Aufbau« ist, weil der Abend dafür nie kommt. Eine halbfertige Seite mit Platzhaltertexten wirkt auf Kunden schlechter als gar keine — und der Tarif läuft trotzdem weiter.

Baukasten oder erstellen lassen: der Vergleich in Zahlen

So stehen sich die beiden Wege über drei Jahre gegenüber — links der Baukasten mit den Listenpreisen von oben, rechts der Festpreis-Weg am Beispiel der KM Digitalagentur (alle KM-Preise netto zzgl. USt., Angebote nur für Unternehmer, § 14 BGB):

Auf einen BlickBaukasten (selbst erstellen)Erstellen lassen (KM Digitalagentur)
Einmalig0 € — dafür 20–60 Stunden Eigenbau1.390 € (Onepager) bis 3.090 € (bis 12 Seiten), alle Texte inklusive
Laufend20–30 €/Monat (Jimdo Grow/Grow Legal, Wix Core; inkl. MwSt.), plus Domain ab Jahr 2 und Postfach extra19 €/Monat Hosting: Server in Deutschland, SSL, tägliche Sicherung, Domain und zwei Postfächer inklusive
Texte, Impressum, DatenschutzSie selbst; Rechtstexte je nach Tarif oder extrainklusive
Änderungen & PflegeSie selbst, auf Dauerauf Wunsch Korrekturabo 59 €/Monat, sonst je Auftrag
Fertig nachso schnell, wie Ihre Abende reichenerster Entwurf 7 Tage nach vollständigem Fragebogen, mit allen Texten
Seite gehörtdem Betrieb die Inhalte und meist die Domain — die Seite selbst bleibt auf der Plattform und zieht nicht umdem Kunden ab dem ersten Tag: Domain, Texte, Bilder, Übergabe ohne Zusatzgebühr
Über 3 Jahre720–1.080 € plus 20–60 Stunden Eigenzeit (1.200–3.600 € bei 60 €/Std.)2.074 € netto (Onepager: 1.390 € + 36 × 19 €) bis 3.774 € netto (12 Seiten)

Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Rechnet man die Eigenzeit auch nur mit 60 € pro Stunde, kostet der Baukasten-Weg insgesamt 1.900 bis 4.700 € — der Festpreis-Weg liegt mittendrin, nur dass die Stunden nicht Ihre sind. Zweitens: Der Unterschied im Monatspreis ist kleiner, als viele erwarten. 19 € netto Profi-Hosting gegen 20 bis 30 € brutto Baukasten-Tarif — laufend ist der Profi-Weg hier nicht teurer.

Wann ist ein Baukasten die richtige Wahl?

Es gibt vier Fälle, in denen wir selbst zum Baukasten raten würden — auch wenn wir vom Gegenteil leben:

  • Sie testen eine Idee. Ein neues Angebot, ein Nebengewerbe, ein Verein: Solange unklar ist, ob daraus etwas wird, ist ein 12-€-Tarif der richtige Einsatz. Eine Seite, die es in einem Jahr vielleicht nicht mehr gibt, muss niemand bauen lassen.
  • Die Webseite ist Visitenkarte, nicht Vertriebsweg. Wer seine Aufträge komplett über Stammkunden, Empfehlungen oder eine Plattform bekommt und online nur gefunden werden will, wenn jemand den Namen googelt, braucht eine saubere Seite mit Kontaktdaten, Anfahrt und Impressum. Das leistet ein Baukasten an einem Wochenende.
  • Sie machen das gern und haben die Zeit. Manche Inhaber basteln mit Freude an ihrer Seite, halten sie aktuell und werden richtig gut darin. Wer die 20 bis 60 Stunden nicht als Kosten empfindet, sondern als Hobby, rechnet anders — völlig legitim.
  • Das Budget gibt schlicht nicht mehr her. Ein Betrieb in der Gründung mit 500 € Budget ist mit einem ordentlich gepflegten Baukasten und einem vollständigen Google-Unternehmensprofil besser bedient als mit gar nichts — oder mit Schulden für eine Agentur-Seite.

In diesen Fällen gilt nur eine Bedingung: Machen Sie es dann richtig. Eigene Domain statt Subdomain, Werbefreiheit, vollständige Rechtstexte, echte Fotos, und die Seite wird fertig — eine gute Baukasten-Seite schlägt eine schlechte Agentur-Seite jederzeit.

Wann sollten Sie die Webseite erstellen lassen?

Erstellen lassen lohnt sich, sobald die Webseite Geld verdienen soll — also Anfragen bringen, statt nur zu existieren. Konkret sprechen vier Situationen dafür:

  • Ihr Betrieb lebt von neuen Anfragen. Wer bei »Elektriker Freising« oder »Physiotherapie München« gefunden werden will, konkurriert mit Betrieben, deren Seiten professionell gebaut und betextet sind. Auf Seite zwei der Suchergebnisse klingelt kein Telefon.
  • Ihre Zeit ist im Betrieb mehr wert. 20 bis 60 Stunden Webseiten-Bau sind zwei bis sieben volle Arbeitstage. Wer in dieser Zeit Aufträge abarbeitet, hat die Profi-Seite oft schon verdient, bevor sie online ist.
  • Texte sind nicht Ihr Handwerk. Der häufigste Schwachpunkt selbst gebauter Seiten sind nicht Farben oder Fotos, sondern Texte: Sie beschreiben den Betrieb, statt Kundenfragen zu beantworten. Genau daran scheitern Webseiten, die keine Anfragen bringen — Ursache Nummer eins ist fehlende Sichtbarkeit, und die beginnt beim Text.
  • Sie wollen einen Verantwortlichen. Wenn etwas nicht funktioniert, das Formular klemmt oder eine Abmahn-Welle durch die Branche geht, ruft beim Baukasten niemand zurück — Sie sind der Webmaster. Beim Dienstleister gibt es einen, der es richten muss.

Werden Baukasten-Seiten bei Google und in KI-Antworten gefunden?

Technisch können Baukasten-Seiten bei Google ranken — die Anbieter liefern ordentliche Technik, Wix und Jimdo werben zu Recht mit SEO-Funktionen. Die ehrliche Antwort steckt eine Ebene tiefer: Sichtbarkeit entsteht heute an zwei Fronten, und an beiden entscheidet nicht das Werkzeug, sondern die Arbeit, die jemand hineinsteckt.

Front eins: die klassische Google-Suche. Dort gewinnen Seiten, die die Frage hinter der Suche beantworten: konkrete Leistungen mit Ort, nachvollziehbare Preise oder Preislogik, Antworten auf echte Kundenfragen, ein verknüpftes und gepflegtes Google-Unternehmensprofil, Bewertungen mit Antworten. Nichts davon steckt in einer Vorlage. Der Baukasten stellt die Felder bereit; was darin steht, bestimmt die Platzierung.

Front zwei: KI-Assistenten. Immer mehr Menschen fragen ChatGPT, Claude oder Gemini statt Google: »Was kostet eine Webseite für einen Handwerksbetrieb?« oder »Guter Physiotherapeut in Eching?«. Diese Assistenten zitieren Seiten, die Fakten liefern, die sich zitieren lassen: klare Zahlen, benannte Orte und Leistungen, nachprüfbare Angaben, ein erkennbarer Betrieb mit Impressum und Inhaber. Vage Werbetexte (»Ihr kompetenter Partner für individuelle Lösungen«) kann eine KI niemandem empfehlen — es steht schlicht nichts Verwertbares drin. Wie ein Betrieb in KI-Empfehlungen auftaucht, haben wir separat aufgeschrieben.

Für die Entscheidung heißt das: Der Baukasten ist keine Sichtbarkeits-Bremse — aber er bringt auch keine Sichtbarkeit mit. Die Text- und Faktenarbeit, die Google und KI-Assistenten belohnen, ist genau die Arbeit, die beim Selbermachen am ehesten liegen bleibt, weil sie die mühsamste ist. Beim Erstellen lassen sollte sie im Preis stecken: Bei uns gehören alle Texte, die Rechtstexte und die strukturierten Daten für Suchmaschinen und KI-Assistenten zum Festpreis dazu.

Gefunden wird, wer Fragen beantwortet und Fakten liefert. Das Werkzeug ist Nebensache — die Arbeit nicht.

Der Mittelweg, der selten funktioniert

Zwischen Selbermachen und Machen lassen liegt ein dritter Weg, der in der Praxis am häufigsten schiefgeht: halb selbst. Er hat zwei bekannte Gesichter. Das erste ist der Neffe, der Bekannte, der Kollege vom Sohn — er »kann das« und baut die Seite günstig am Wochenende. Das geht so lange gut, wie nichts kaputtgeht und nichts geändert werden muss. Dann beginnt die Suche nach jemandem, der Zeit hat, und die Seite friert auf dem Stand von damals ein. Zugänge, Lizenzen und Zuständigkeiten sind nirgendwo geregelt — wem die Seite gehört, weiß im Zweifel niemand.

Das zweite Gesicht: ambitioniert selbst angefangen, auf halber Strecke liegen geblieben. Die Startseite steht, unter »Leistungen« wohnt seit Monaten ein Platzhalter, das Impressum fehlt. Diese Seite ist rechtlich angreifbar und wirkt auf jeden Besucher wie ein geschlossenes Geschäft. Wenn Sie diesen Zustand bei sich wiedererkennen: Entweder ein Wochenende freiräumen und fertig bauen — oder die Inhalte, die schon da sind, einem Profi geben. Halb fertig ist der einzige Zustand, der sicher schadet.

Fünf Fehler beim Selbermachen, die Geld kosten

  1. Auf der Subdomain bleiben. ihr-betrieb.jimdosite.com oder ihr-betrieb.wixsite.com im kostenlosen Tarif wirkt provisorisch, taucht in keiner E-Mail-Signatur gut auf — und die Adresse gehört nicht Ihnen. Die eigene Domain ist der günstigste Seriositäts-Gewinn, den es gibt.
  2. Rechtstexte kopieren. Ein Impressum vom Wettbewerber und eine Datenschutzerklärung aus einem Forum von 2019 sind eine Einladung: Fehlende oder falsche Pflichtangaben sind abmahnbar, und die Kosten übersteigen jeden Tarifpreis. Rechtstexte gehören aus einer gepflegten Quelle — Tarif-Zusatz, Generator mit Aktualisierung oder Anwalt.
  3. Fotos ohne Lizenz verwenden. Bilder aus der Google-Suche sind nicht frei. Bildabmahnungen treffen den Betrieb, der das Bild zeigt, nicht den, der es hochgeladen hat. Eigene Fotos oder Bilder mit Lizenznachweis auf Ihren Namen.
  4. Die Aktionspreis-Falle. Gebucht zum 50-Prozent-Preis, verlängert zum vollen — und weil die Seite nun einmal dort liegt, zahlt man weiter. Rechnen Sie jeden Tarif mit dem regulären Preis und stellen Sie sich die Verlängerungs-Mail schon heute vor.
  5. Nicht ans Rauskommen denken. Baukasten-Seiten ziehen nicht um: Die Inhalte können Sie mitnehmen, die gebaute Seite nicht — sie bleibt auf der Plattform. Wer später zum Profi wechselt, baut neu. Das ist verschmerzbar, wenn man es vorher weiß, und ärgerlich, wenn nicht. Halten Sie mindestens die Domain auf Ihren Namen und Ihre Texte und Fotos als Kopie außerhalb des Baukastens.

KM Digitalagentur: Festpreis statt Eigenbau-Wochenenden

Die KM Digitalagentur aus Eching bei München (Landkreis Freising) baut Webseiten für kleine und mittelständische Betriebe zum verbindlichen Festpreis — deutschlandweit, mit einem festen Ansprechpartner statt Ticketsystem. Der Festpreis steht öffentlich auf der Preisseite und genau so im Vertrag: Onepager 1.390 €, Firmenwebseite bis 8 Seiten 2.290 €, bis 12 Seiten 3.090 €, jeweils einmalig und inklusive aller Texte, Fotoauswahl, Rechtstexte und der strukturierten Daten für Google und KI-Assistenten. Danach kostet das Hosting 19 € im Monat: Server in Deutschland, SSL, tägliche Sicherung, Domain und zwei E-Mail-Postfächer inklusive, 12 Monate Mindestlaufzeit, danach mit einem Monat Frist zum Monatsende kündbar. Alle Preise netto zzgl. USt., Angebote nur für Unternehmer (B2B, § 14 BGB).

Der Ablauf ist auf Betriebe zugeschnitten, die keine Zeit für Webseiten-Projekte haben: 30 Minuten Erstgespräch, Empfehlung schriftlich mit Festpreis, bei Beauftragung 50 Prozent Anzahlung und ein Fragebogen — der erste Entwurf steht 7 Tage nach Ihrem vollständig ausgefüllten Fragebogen, mit allen Texten. Die zweite Hälfte zahlen Sie erst, wenn die Seite online ist. Und weil die Frage dieses Ratgebers auch für uns gilt: Webseite, Domain, Texte und Bilder gehören Ihnen ab dem ersten Tag, Übergabe ohne Zusatzgebühr, öffentlich zugesagt in den FAQ. Sie sitzen bei uns also nie fester als beim Baukasten — nur dass hier jemand anderes gebaut hat.

Häufige Fragen zu Baukasten oder Agentur

Was kostet es, eine Webseite selbst zu erstellen?

Mit einem Baukasten kostet eine Betriebs-Webseite 12 bis 50 € im Monat; realistisch für einen Betrieb sind 20 bis 30 € (Jimdo Grow 20 €, Grow Legal 29 €, Wix Core regulär 29,75 € — Listenpreise Stand 23. September 2026, jährliche Zahlweise, inkl. MwSt.). Dazu kommen die Domain-Verlängerung ab dem zweiten Jahr, ein E-Mail-Postfach als Zusatz und vor allem die eigene Arbeitszeit: 20 bis 60 Stunden für die erste brauchbare Fassung. Über drei Jahre sind das 720 bis 1.080 € an den Anbieter plus die Eigenzeit.

Ist eine Wix- oder Jimdo-Webseite gut genug für einen Betrieb?

Technisch ja: Eigene Domain, Werbefreiheit und saubere Mobil-Darstellung vorausgesetzt, kann eine Baukasten-Seite einen Betrieb ordentlich vertreten. Gut genug wird sie durch die Inhalte: echte Fotos, Texte, die Kundenfragen beantworten, vollständige Rechtstexte und ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Als Visitenkarte für einen Betrieb, der von Empfehlungen lebt, reicht das völlig. Soll die Seite in einem umkämpften Markt neue Anfragen bringen, konkurriert sie mit professionell gebauten Seiten — dann entscheidet, wer die bessere Text- und Faktenarbeit geleistet hat.

Wie lange dauert es, eine Webseite selbst zu erstellen?

Für eine erste brauchbare Betriebs-Webseite aus dem Baukasten sind 20 bis 60 Stunden realistisch, verteilt über mehrere Wochen: Struktur festlegen, Texte schreiben, Fotos beschaffen und zuschneiden, Vorlage anpassen, Rechtstexte erstellen, Suchmaschinen-Felder ausfüllen, alles auf dem Handy prüfen. Der Editor selbst ist schnell gelernt — die Zeit steckt in den Inhalten. Wer Texte und Fotos fertig hat, ist deutlich schneller; wer bei null anfängt, eher länger.

Kann ich meine Baukasten-Webseite später mitnehmen, wenn ich wechsle?

Die gebaute Seite nicht: Baukasten-Seiten laufen nur auf der Plattform des Anbieters und lassen sich nicht als Ganzes exportieren und woanders weiterbetreiben. Mitnehmen können Sie Ihre Inhalte — Texte, Bilder, und die Domain, sofern sie auf Ihren Betrieb registriert ist. Beim Wechsel zu einem anderen Werkzeug oder Dienstleister wird die Seite deshalb neu gebaut. Halten Sie darum die Domain auf Ihren Namen und bewahren Sie Texte und Originalfotos außerhalb des Baukastens auf. Worauf es beim Eigentum an einer Webseite ankommt, steht in unserem Ratgeber »Wem gehört meine Webseite?«.

Ranken Baukasten-Webseiten schlechter bei Google?

Nicht wegen des Baukastens. Wix, Jimdo und Co. liefern heute solide Technik, und Google bewertet Seiten nach Inhalt, Nutzererlebnis und Relevanz — nicht nach dem Werkzeug. In der Praxis ranken Baukasten-Seiten trotzdem oft schlechter, weil die Arbeit fehlt, die Rankings bringt: konkrete Texte mit Ortsbezug, Antworten auf Kundenfragen, ein verknüpftes Google-Unternehmensprofil, aktuelle Inhalte. Diese Arbeit nimmt einem der Baukasten nicht ab, sie ist beim Selbermachen nur leichter aufzuschieben.

Was kostet eine Webseite vom Profi?

Freelancer nehmen für Betriebs-Webseiten meist 800 bis 3.000 €, klassische Agenturen 3.000 bis 15.000 €, dazu kommen laufende Kosten und oft Stundensätze für Änderungen. Die KM Digitalagentur arbeitet mit öffentlichen Festpreisen: Onepager 1.390 €, bis 8 Seiten 2.290 €, bis 12 Seiten 3.090 €, einmalig inklusive aller Texte, danach 19 € im Monat Hosting (alle Preise netto, B2B). Den ausführlichen Marktvergleich mit laufenden Kosten und versteckten Posten finden Sie in unserem Ratgeber »Was kostet eine Webseite?«.

Werden Baukasten-Webseiten von ChatGPT, Claude und Gemini empfohlen?

KI-Assistenten empfehlen Betriebe, nicht Werkzeuge — eine Baukasten-Seite kann also genauso in KI-Antworten auftauchen wie eine Agentur-Seite. Zitiert wird, was sich zitieren lässt: klare Leistungen mit Ort, konkrete Zahlen und Preise, ein vollständiges Impressum, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und Bewertungen. Vage Werbetexte ohne Fakten kann eine KI nicht verwerten, egal worauf sie laufen. Entscheidend ist also auch hier die Inhaltsarbeit — wie ein Betrieb gezielt in KI-Empfehlungen kommt, steht in unserem Ratgeber »Von ChatGPT & Co. empfohlen werden«.

Noch unentschieden, welcher Weg zu Ihrem Betrieb passt? Im kostenlosen Erstgespräch, 30 Minuten am Telefon und unverbindlich, sagen wir Ihnen ehrlich, ob sich eine Profi-Seite für Ihren Fall rechnet — und wenn ein Baukasten reicht, sagen wir auch das. Die Empfehlung bekommen Sie schriftlich, das Angebot gilt 14 Tage. Telefon: +49 30 21923807. WhatsApp: +49 15566 920948.

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  • Verbindlicher Festpreis: steht öffentlich auf der Preisseite
  • Erster Entwurf in 7 Tagen: mit allen Texten
  • Webseite & Domain gehören Ihnen: ab dem ersten Tag